Als ich das Tierspital verlassen habe, erhielt Herrchen die ärztliche Anweisung, daß ich nur Gassi gehen dürfte - kein Spazierengehen und von Stöckchenwerfen erst gar nicht zu sprechen. Dem folgend nur an der Leine - nur um die Notdurft zu verrichten soll/darf ich auf die Straße.

Es hat ein paar Tage gedauert bis ich es auf der Reihe hatte auf nur drei Beinen zu hoppeln. Obwohl Ostern erst kommt, hopple ich jetzt schon wie ein Osterhase durch die Gegend. Sie merken, ich verliere trotz allen widrigen Umständen nicht meinen Humor! Damit ich jedoch auf nur drei Beinen hoppeln kann, bedarf es einer gewissen Mindestgeschwindigkeit sonst klappt das einfach nicht. Damit hat aber Herrchen wieder wegen seines Bruches am rechten Fuß so seine Schwierigkeiten (Ein Bruch bei ihm am rechten Fuß ist falsch geheilt und kann nicht operiert werden). Mit dem Problem mit dem sich Herrchen nun auseinanderzusetzen hat, ist Folgendes: Ich, JOSH, bin ein Hund und Hunde haben das Bedürfnis bei Verletzungen, ihrem Instinkt folgend, an den Wunden zu lecken. Es ist mir angeboren. Ich mache das gar nicht um Herrchen oder Hofi Mehrarbeit zu bescheren. Doch um so richtig an meine Wunden zu gelangen, ich wiederhole nochmals: Nur um den Heilungsprozeß aus meiner Sicht zu beschleunigen, muß ich zuerst das ganze Zeug, das rundherum hinderlich ist, entfernen. Na das ist erst eine anstrengende Arbeit!

ich bin menem Tierarzt HOFI zum Reinigen der Wunde und Verbandwechsel

Photo: Am ersten Tag nach dem Gassigehen bluteten meine Wunden und Hofi mit seinem Team hatten alle Hände voll zu tun um meine Wunden zu reinigen und einen neuen Verband anzulegen

Ups - voll erwischt! Während ich bei meinem Tierarzt Hofi nur alle drei Tage erscheinen sollte um den Verband gewechselt zu bekommen, schaffe ich es vornehmlich nächtens Vieles von meinem Verband abzumontieren um an meine Wunden zu gelangen. Da half es Herrchen auch nicht die Badezimmertüre zu verschließen damit ich mich nicht dorthin zurückziehen und somit seinem Gehör entweichend meinem Bestreben nachgehen könne. Er schläft nun stets mit einem halben offenen Ohr, auf die Laute achtend, die die Demontage des Verbandes hervorrufen. Das gab einmal schon richtig Zoff - und wenn es mir so wie gestern Nacht wieder gelingt, setze ich mich nun einfach vor Herrchen, lasse beide Ohren ganz tief hängen und blicke ihn betroffen an. Glauben Sie mir das klappt jetzt schon hervorragend! Ich entwaffne ihn somit gänzlich - die einzige Reaktion seinerseits ist tiefes Luft holen und die Worte: “schon wieder”.


Hofi hat Herrchen immer Ersatzmaterial zum Verbinden mitgegeben - das reichte jedoch bis heute noch nie gänzlich für die Reparaturarbeiten aus. Und deshalb, in Anbetracht der täglichen Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten an meinem Verband, belustigt es mich ein wenig, den Ausspruch zu tätigen - dennoch alle auf Trab zu halten, obwohl ich mich kaum bewege (Mit einem Augenzwinkern).

Das nächste Photo ist nichts für schwache Nerven! - es zeigt eine Druckstelle, die sich gebildet hatte, weil meine Pfote angeschwollen war.

eine Druckstelle macht mir wegen der Schwellung zu schaffen

Meine Körpertemperatur ist auch zwei Wochen nach der OP nicht so stabil wie sie sein sollte. Deshalb habe ich vorgestern auch eine Spritze bekommen. Das weis ich, nicht weil ich sie sehen konnte - Herrchen hat mich abgelenkt - sondern weil mir eine Nadel WEH getan hat. Das Fiebermessen allein ist schon unangenehm genug. Stellen Sie sich einmal vor mehrmals täglich in ihren Allerwertesten etwas hineingesteckt zu bekommen, dann aber auch noch eine Nadel im Gesäßbereich - buahhh …

Ich mache jetzt Schluß für heute, ich brauche meinen Schlaf, benötige noch immer Schmerzmittel und zusätzlich ist Joyce auch krank im Bett. Ja, ja Herrchen hat alle Hände voll mit uns zu tun …

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